Veranstaltungsmanagement

Abgrenzung zum Eventmanagement

Eine Unterscheidung zwischen Event- und Veranstaltungsmanagement fällt nicht leicht. Die Begriffe Event und Veranstaltung werden häufig synonym verwandt. Und wo aus dem englischen Events Management wird daraus nicht selten ohne weitere Prüfung ein Eventmanagement.

Auch wenn eine unzweifelhafte Abgrenzung kaum möglich ist, entstammen die beiden Begriffen doch unterschiedlichen Disziplinen. Während das Eventmanagement sich zumeist aus einem Event Marketing ableitet und so betriebswirtschaftlich geprägt ist, wird Veranstaltungsmanagement zumeist in Zusammenhang mit den Kulturwissenschaften verwandt.  

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Eventmanagement meint die zielorientierte Planung, Durchführung und Kontrolle von erlebnisorientierten Veranstaltungen als Teil einer integrierten Unternehmenskommunikation.

Sakschewski, 2017

Events können damit Teil eines Eventmarketings oder Element anderer Kommunikationsinstrumente sein. Events weisen als konstitutive Merkmale Erlebnisorientierung, Inszenierung, Interaktivität und Eigeninitiierung auf. Damit können Event und Eventmarketing von einem weiter gehenden Verständnis eines Events als besonderes Erlebnis, das fremd initiiert ist, abgegrenzt werden. Erlebnisorientierung stellt ein wichtiges Merkmal eines Events dar. Hier werden meist mehrere Erlebniskomponenten zusammengefügt wie die Situation in der Erlebnisgemeinschaft, sensorische Reize oder symbolische Komponenten wie Bedeutung des Besuchs einer Veranstaltung für ein soziales Umfeld. Diese Komponenten wirken gleichzeitig, so dass sich Events als multisensuale Erlebnisse in den unterschiedlichen Graden der Erfüllung der genannten Erlebniskomponenten widerspiegeln.

Events sind inszenierte und besondere Ereignisse in Form von geplanten Veranstaltungen, bei denen definierte Besuchergruppen zielgerichtet etwas Einmaliges oder zumindest Besonderes erleben sollen.

Kiel 2005, S. 39; Nickel 2007, S. XIII; Zanger 2007, S. 4

Veranstaltungen

Veranstaltungen können verstanden werden als die „gleichzeitige Anwesenheit vieler Menschen, die von einem Veranstalter zu einem erzieherischen, geselligen, kulturellen, künstlerischen, politischen, religiösen, sportlichen oder unterhaltsamen Anlass, zu einem festgelegten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort eingeladen wurden“ (Kluge 2005, S. 13).

Veranstaltungen sind demnach personendominant erstellte Dienstleistungsangebote mit begrenzter zeitlicher Nutzenstiftung, nämlich nur im Zeitraum des Live-Erlebnisses. Sie sind zielgerichtet, geplant und an einem Veranstaltungsort konzentriert. Der Erfolg einer Veranstaltung ist abhängig von einer effizienten Planung und Organisation der Veranstaltung, denn im Vordergrund steht nicht das subjektive Erleben, sondern der Ablauf. Eine Veranstaltung ist ebenso wie ein Projekt einmalig in der Gesamtheit seiner Bedingungen, was mit dem Risiko einhergeht, dass die Planung unzureichend ist und die Ziele einer Veranstaltung nicht erreicht werden. Ist der Veranstaltungstermin festgelegt, was in der Regel der Fall ist, lässt sich dieser nur mit wirtschaftlichen Folgen für den Veranstalter verschieben.

Veranstaltungsmanagement beinhaltet die Planung, Steuerung und Kontrolle einer Veranstaltung, um die Einmaligkeit für die Besuchenden durch eine geeignete Konzeption und eine systematische Planung zu unterstützen und zielgerichtet die gleichzeitige Anwesenheit vieler Menschen, mit einem positiven Erlebnis zu verbinden.

Sakschewski, 2017

Das Lehrbuch von 2017 stellt die gesamte Bandbreite des Veranstaltungsmanagements mit seinen unterschiedlichen Teilmärkten dar und beschreibt die jeweiligen Wertschöpfungsprozesse nach einheitlichen Kriterien. Die speziellen Anforderungen und Akteure des Managements von Kulturveranstaltungen, Fernsehproduktionen, Messen und Ausstellungen, Sportveranstaltungen, Konzerten und Volksfesten bis hin zu Fanmeilen und Festivals werden in übersichtlicher Form vorgestellt.

Eine vollständig überarbeitete zweite Auflage erscheint 2026.