Barrieren
Trotz der Bedeutung wissensintensiver Prozesse und der wichtigen Rolle von Informationen in der Veranstaltungsbranche wird Wissensmanagement in der Veranstaltungsbranche kaum genutzt. Ein wichtiger Grund dafür sind die Barrieren bei der Einführung von Wissensmanagementsystemen, die sich äußern in:
- Zeitmangel durch die starke Terminorientierung im Veranstaltungsmanagement.
- Projektgeschäft mit der Folge einer notwendigen Dokumentation bei Projektabschluss und einer geringen Motivation, aus den einzelnen Projekt zu lernen, da ein hoher Neuigkeitsgrad der Projekte gegeben ist.
- Hohe Bedeutung an Erfahrungswissen in Veranstaltungstechnik und -management, da viele erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse sich erst durch „Learning on the job“ ergeben.
- Geringe Prozesstransparenz in Bezug auf die Faktoren: Vorgänger und Nachfolger der jeweiligen Prozesse, definierter Abschluss und notwendige Aktivitäten.
- Hoher Anteil externer Kräfte mit den Gefahren des Wissensverlusts nach Veranstaltungsende.
Die Kultur des „Durchwurstelns“ ist Teil des Branchenselbstverständnisses und beruht zum einen auf Theorie- und Managementfeindlichkeit und zum anderen auf der Idee, die Bedeutung einer Veranstaltung nach ihren Herausforderungen zu messen.
Fehlende Einbindung von Informationstechnologie in die betriebliche Infrastruktur und die Ablauforganisation. Als Barrieren und Hindernisse werden alle hemmenden Einflüsse verstanden, die einen erfolgreichen Wissenstransfer behindern oder einschränken. Die Wirkgrößen dabei liegen bei den Personen im Unternehmen, am Informationsfluss zwischen den Mitarbeiten und zwischen Mitarbeiter und Führungsebene, der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der unterstützenden technischen Systeme sowie der Aufbau- und Ablauforganisation.