Sicherheitskonzepte

Grundlagen

Alltäglich und überall finden Veranstaltungen statt. Die bestehenden Gesetze, Vorschriften und Normen sind hierbei wichtige Richtlinien und Orientierungshilfen, sie hinterlassen aber auch Deutungsmöglichkeiten und Lücken. Eine Lücke besteht schon im Begriff des Sicherheitskonzepts. Das Sicherheitskonzept findet als Grundlage zur Genehmigung einer Veranstaltung im § 43 MVStättV Erwähnung, wird aber weder dort noch an anderer Stelle weiter ausgeführt. Unsicherheiten entstehen aber auch regelmäßig, da die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes nur bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Besucherplätzen verpflichtend ist, bei Veranstaltungen unter 5.000 Besucherplätzen jedoch nach Art der Veranstaltung durch die Genehmigungsbehörde beauflagt werden kann.

Die Bauministerkonferenz kommentiert in ihrer „Begründung und Erläuterung zur MVStättV“, dass im Sicherheitskonzept, unabhängig von allgemeinen Regelungen, die speziellen örtlichen Verhältnisse sowohl in bautechnischer als auch in betrieblicher Hinsicht berücksichtigt werden können. Die Mitwirkung der Behörden soll dabei sicherstellen, dass die öffentlich-rechtlichen Vorschriften beachtet werden. Festsetzungen wie die Anzahl der erforderlichen Ordnungskräfte haben sich an den sicherheits- und ordnungsrechtlichen Bedürfnissen auszurichten und müssen unabhängig von wirtschaftlichen Erwägungen getroffen werden. Dies lässt Raum für eine Vielzahl von Interpretationen und Erläuterungsversuchen, die vonseiten einzelner Feuerwehren, Genehmigungsbehörden und Sicherheitsdienstleistern gefüllt werden. Eine allgemein akzeptierte Deutung des Aufbaus und der notwendigen Inhalte eines Sicherheitskonzepts existiert weiterhin nicht.

Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Sicherheitskonzepten bekommen sie bei eve risk GmbH.

Gliederung eines Sicherheitskonzepts

In Diskussion


Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Grundlagen für Behörden, Betreiber und Veranstalter

Dieses Buch gibt einen einführenden und gleichermaßen umfassenden Überblick über alle Sicherheitsaspekte und Bestimmungen, die bei Groß- und Kleinveranstaltungen zu beachten sind. Dabei werden insbesondere auch die Interessengebiete von Behördenvertretern berücksichtigt. 

So wird in dem Werk ausführlich erörtert, wie im Zusammenspiel der jeweils Verantwortlichen bei adäquater Auslegung und Anwendung der Vorschriften ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen ist.

Die Schwerpunkte liegen im Folgenden:

  • Einordnung und Bewertung von Risiken unterschiedlicher Veranstaltungstypen
  • Qualifikation und Kommunikation aller Beteiligten
  • Position und Bedeutung von Sicherheitskonzepten in den verschiedenen Phasen der „Veranstaltungsplanung und Veranstaltungsdurchführung“.
  • Eine Betrachtung der rechtlichen Situation ergänzt den Inhalt. 

Die dritte Auflage wurde 2020 inhaltlich aktualisiert und erweitert. So wurden u. a. die Handlungsanleitungen für die Praxis gründlich überarbeitet (mehr Mustervorlagen, mehr praktische Ratgeber, Glossar). Beim Thema Verantwortungsdelegation geht es zusätzlich um den praktischen Nutzen in den Verwaltungen. Neu hinzugekommen ist das Kapitel „Terrorgefahr“. Das Bewertungsschema zur Veranstaltungssicherheit ermöglicht mit einem Punktesystem die Einschätzung der Gefahrenlage.


Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Best Practices

Beispiele und Lösungen

Wenn es um die Sicherheit von Menschenleben geht, kann es nur die erfolgreiche Praxis geben, und nicht die hehre Theorie. Sicherheitskonzepte müssen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen – aber sie müssen in erster Linie das tun, wofür diese Bestimmungen ursprünglich gedacht sind: für Sicherheit sorgen. Die Wirklichkeit sieht leider oftmals anders aus. Ein Dschungel aus Vorschriften und bürokratischen Absicherungen macht das Planen und Durchführen von Veranstaltungen hinsichtlich der Sicherheit zu einem komplizierten Vorgang, an dessen Ende nicht unbedingt ein weniger risikobehaftetes Event steht. Zudem existiert eine Vielzahl von theoretischen Konzepten, nach denen Veranstaltungen aufgebaut werden können. Aus diesen das passende zu wählen für die eigenen Vorhaben, und zugleich die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen, ist ein Drahtseilakt. Das vorliegende Buch soll helfen, diese Aufgabe zu meistern. Es bietet eine kluge Auswahl von zwölf Best Practices – Beispielen aus der Praxis der Sicherheitskonzepte. Diese sind in der zweiten Auflage überarbeitet und erweitert worden. Die aktuelle Auflage spiegelt den derzeitigen Stand der behördlichen Genehmigungspraxis und den Entwicklungsstand von Sicherheitskonzepten für Großveranstaltungen wider. Es versteht sich als Ergänzung des DIN Media Bandes „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen – Grundlagen für Behörden, Betreiber und Veranstalter“.