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Veranstaltungen in Corona Zeiten?

Was vor wenigen Wochen noch merkwürdig war, ist heute alltäglich. Abstandsregeln beachten - Hygiene wahren - Alltagsmasken tragen. AHA ist die “neue Normalität”. Was vor wenigen Monaten noch normal war, ist heute verboten. In Zeiten der Corona Pandemie sind neue Regeln, neue Vorkehrungen, neue Maßnahmen Alltag. Die “neue Normalität” verlangt uns vieles ab.


Wir von der Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit* haben Ende April das erste Positionspapier für Veranstaltungen in Corona Zeiten herausgegeben. Darin haben wir Ideen zusammengetragen, ergänzt und präzisiert, um Hilfe und Unterstützung  zu geben, wie und mit Hilfe welcher Maßnahmen  ein gesellschaftliches Leben möglich sein kann, denn unsere feste Überzeugung ist es, dass zum gesellschaftlichen Leben die Vergesellschaftung auf einer Veranstaltung gehört.


Am 03.08.2020 haben wir dieses Papier aktualisiert und ergänzt:

Neues Positionspapier der Arbeitgruppe Veranstaltungssicherheit


Der Probenbetrieb ist ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Aufführung eines Werks.  Ohne Proben sind eine Vielzahl von Veranstaltungen nicht machbar! Wir wollen auch mit diesem zweiten Papier Hilfe und Unterstützung  geben, deswegen stellt das Positionspapier  Handlungsempfehlungen für den Probenbetrieb zusammen.

*Die Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit geht seit dem Jahr 2009/2010 der Fragestellung zur Sicherheit von Besuchern bei Veranstaltungen auf den Grund. Die Ausarbeitungen und Definitionen sollen als Hilfestellung für Behörden und Veranstalter dienen und vorhandene Unterlagen ergänzen. Zur Arbeitsgruppe gehören Vertreter der Interessenvertretungen und Verbände, der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr, der Berufsfeuerwehr sowie der Betreiber von Versammlungsstätten und der Veranstalter.

 

RIFEL - Das Research Institute for Exhibition und Live Communication mit Sitz in Berlin hat im Zusammenarbeit mit FAMAB und VPLT ebenfalls ein Positionspapier veröffentlicht.

Positionspapier von RIFEL.

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Cover Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen - Best Practices (2. Auflage)Die völlig überarbeitete zweite Auflage von  "Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen - Best Practices" ergänzt mit aktuellen Praxisbeispielen die neue dritte Auflage von Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen, Januar im Beuth Verlag erschienen. Neue Veranstaltungen, neue Veranstaltungstypen aber auch aktuelle "Best Practices" von wiederkehrenden Veranstaltungen, die schon in der ersten Auflage vertreten waren, helfen Veranstalter, Betreiber und Behörden in der Praxis, um aus guten Beispielen zu lernen. Das aktuelle Kapitel mit Handlungsempfehlungen für ein umfassendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept bietet dazu wertvolle Hinweise, wie auch unter den Bedingungen der COVID19-Pandemie Veranstaltungen durchgeführt werden können. Neben praktischen Beispielen finden die Praktiker_innen in dem Band  eine vergleichende Übersicht mit mehr als zwanzig Gliederungsvorschlägen für Sicherheitskonzepte von Veranstaltungen der Länder, Kommunen und vieler weiterer Organisationen und Initiativen.

 

 

Aktuell 06-20: 2. Auflage Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen - Best Practices

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2012 erschien die erste Auflage von "Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen" im Beuth Verlag. Es war damit zugleich auch die erste Publikation im deutschsprachigen überhaupt, die sich explizit mit den Anforderungen, den Inhalten und Einflussfaktoren bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen auseinandergesetzt hat. Das Band als Ratgeber, aber auch als weitergehende Information für Behörden, Betreiber und Veranstalter ist mittlerweile Standard. Nicht zuletzt wegen der Fülle an weiteren Publikationen und Forschungen zum Thema erschien 2014 eine komplett überarbeitete zweite Auflage. Fünf Jahre später 2019 ist nun eine vollständig überarbeitete und aktualisierte 3. Auflage in Arbeit. In den neuen Kapiteln werden aktuelle Themen wie mobilde Durchfahrtssperren oder die Gefährdung durch Drohnen aufgenommen. Neue Beispiele und Exkurse, praktische Bewertungsmuster für die Risikoneigung von Veranstaltungen oder ein Glossar erleichtern die Arbeit mit diesem Standardwerk der Sicherheitsplanung von Veranstaltungen in der dritten Auflage.

3. Auflage Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen

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IFAF Expose AL-Pro

(AL-Pro) Arts based Learning von Soft Skills im Projektmanagement von Veranstaltungen

 

Über ein Drittel der Arbeitszeit ist in der deutschen Wirtschaft mittlerweile Projektar-beit. Im kundenorientierten Projektmanagement ist weniger Fach- und Methodenwis-sen, sondern zunehmend Kommunikation und Persönlichkeit gefragt, was einen er-heblichen Qualifizierungsbedarf bedeutet. Das Projekt AL-Pro erforscht, wie der Ein-satz von Methoden aus Tanz und Theater die Soft Skills von Projektmanager_innen stärkt und entwickelt dafür erfolgversprechende Trainingsformate.

Neue Technologien und gesellschaftspolitische Trends verändern auch die Erwartungen an Projektmanager_innen. Methoden wie agiles Projektmanagement verlangen neben Fach- und Methodenkompetenz zunehmend soziale und personale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Durchsetzungsvermögen. Darstellende Künstler_innen sind mit Formen und Bedingungen selbstgesteuerter Projektarbeit unter unsicheren Bedingungen vertraut. Arts-based Learning simuliert künstlerische Arbeitsprozesse, um sie für die Persönlichkeitsentwicklung von Menschen in kunstfernen Bereichen zu nutzen.


 

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Forschungskooperation Grüne Liga Berlin - Beuth Hochschule für Technik Berlin

Nachhaltigkeitsleitfaden für klimaneutrale Veranstaltungen in Berlin

Das Forschungsprojekt in Kooperation mit der Grünen Liga Berlin im Auftrag der SenUVK  erfasst in der ersten Phase bestehende Nachhaltigkeitsmanagementsysteme, Handreichungen und Indikatorensysteme für Veranstaltungen und bewertet diese in einem strukturierten Qualifizierungsprozess in Hinblick auf die Anwendbarkeit und Nutzbarkeit unter Berücksichtigung einer quantitativen und qualitativen Erfassung der Veranstaltungslandschaft in Berlin, hier vor allem der öffentlichen Open-Air Veranstaltungen auf privatem und/oder öffentlichem Grund. Berücksichtigung finden dabei die örtlichen, verwaltungstechnischen und organisatorischen Besonderheiten eines Stadtstaates mit Hauptstadtfunktion. Nach Identifikation und Evaluation möglicher Indikatoren in den relevanten Handlungsfeldern werden in einem mehrstufigen, partizipativen Diskussionsprozess unterschiedliche Akteursgruppen zur Entwicklung eines Leitfadens einbezogen, Best Practice-Beispiele identifiziert und der ökologische Impact ausgewählter Veranstaltungstypen bemessen.

Mehr zum ersten Akteur*innen Workshop Klimaneutrale Veranstaltungen

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Forschungsvorhaben "Architekturen der Sicherheit - Die Sichtbarkeit der Unsicherheit"

 

Nicht zuletzt aufgrund des verheerenden Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 und weiterer Anschläge wie in Nizza am 14. Juli 2016 oder in Barcelona am 17. August 2017 rückt die Sicherheit und damit auch der Schutz auf öffentlichem Raum durch Objekte und Bauten international immer weiter in den Vordergrund. Als  solche Architekturen der Sicherheit lassen sich Objekte und bauliche Anlagen bezeichnen, die öffentlichen Raum in innen- und außenliegende Räume trennen und die Menschen schützen sollen. In den vergangenen Jahren entstand vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge das Phänomen, dass immer mehr öffentliche Plätze und Veranstaltungen geschützt werden sollten, ohne dass ein breiter gesellschaftlicher Diskurs um diese Architekturen stattfand. Eine wissenschaftliche Untersuchung darüber, als wie sicher Architekturen der Sicherheit empfunden werden und wie sicher deren Funktion in Abhängigkeit ihrer Gestaltung ist, steht noch aus. Durch ihre Funktion bestimmt, sind die baulichen Anlagen und Objekte selbst nicht Gegenstand geplanter Gestaltungsprozesse. Gestalt und Form ergeben sich aus ihrem Nutzen. Es gibt bislang weder in der Stadt- oder Raum- noch in der Veranstaltungsplanung oder im Crowd Management hinreichende und übergreifende Konzepte, die alle Akteure einschließen und belastbare technische Lösungen darstellen, die die tatsächliche Sicherheit für Menschen erhöhen und gleichzeitig so gestaltet sind, dass sie sich nahtlos in das architektonische Umfeld einfügen. Ebenso unzureichend ist zum jetzigem Zeitpunkt die Frage geklärt, inwieweit diese Architekturen der Sicherheit zu einem Empfinden der Unsicherheit beitragen. Durch eine künstlerisch-architektonische Einbindung in das Umfeld ließe sich möglicherweise das immanente Gefühl der Unsicherheit vermeiden und somit die Sichtbarkeit der Unsicherheit verbergen – was hier zu untersuchen wäre.

Ziel des Forschungsprojekts ist es in Kooperation mit Anwendern wie Kommunalverwaltungen und Herstellern zum einen Einflussfaktoren zu ermitteln, um Architekturen der Sicherheit zu entwickeln, die alle für den Aufstellort und den Anlass erforderlichen Schutzfunktionen erfüllen und gleichermaßen in Form und Gestalt stadtbildverträglich sind, ohne durch die Sichtbarmachung eines Sicherheitsbedürfnisses zu verunsichern. Zum anderen soll analysiert werden, inwieweit Schutzbestrebungen, die einem wechselhaften Sicherheitsbedürfnis im gesellschaftlichen Wandel unterliegen, schon heute das Bild der Stadt hierzulande und international beeinflussen.

 

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